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Wohneigentümer haben bessere Lebensqualität (Medienspiegel)

von Claudia Blumer, publiziert im Bund, 9.2.2012

http://www.derbund.ch/schweiz/standard/Wohneigentuemer-haben-eine-hoehere-Lebensqualitaet/story/31589093

 

Hier meine Aussagen zu der Frage des Wohneigentums:

Egloffs Gegenrednerin an der SVP-Versammlung war die SP-Nationalrätin und Wohnbauexpertin Jacqueline Badran. Sie engagiert sich gegen die Bauspar-Initiativen. In der verfassungsrechtlichen Wohneigentumsförderung sieht sie aber Sinn. «Die Einführung des Artikels im Jahr 1972 hängt mit der jahrhundertealten Schweizer Tradition der atomisierten Landverteilung zusammen», sagt sie. Die Sensibilität für den Stellenwert des Bodens habe dazu geführt, dass es in der Schweiz kaum Grossgrundbesitzer gebe, dass hingegen ein grosser Teil des Bodens der Allgemeinheit gehöre. «Es war also folgerichtig, dafür zu sorgen, dass möglichst viele Leute an der Bodenrente, dem Ertrag aus dem Bodeneigentum durch Verkauf, Verpachtung et cetera, teilhaben können.»

«Ein Stück Autonomie»

Die Förderung von Wohneigentum sei zwar wegen den gestiegenen Mobilitätsanforderungen in der heutigen Zeit anachronistisch, sagt Badran. Abgesehen davon bringe aber eine hohe Wohneigentumsquote Vorteile: Weil Wohneigentum eine Altersvorsorge ist, weil die Bodenrente dadurch besser verteilt wird, weil Wohneigentum ein Stück Autonomie bedeutet. «Und nicht zu vergessen: Wohneigentum entspricht einem breiten Bedürfnis der Bevölkerung. Das ist ein legitimer Grund für einen Verfassungsartikel.» Badran bedauert, dass die Sensibilität für die Bodenrente gesunken sei, zumal in anonymen städtischen Gegenden. Das widerspreche dem Verfassungsartikel, laut dem möglichst viele daran teilhaben sollen.